Land der Ideen

Pressemitteilung vom 25.10.2016

400 Kinder in sozialen Risikolagen und die Frage nach der Wirkung sozialer Initiativen

München, 25. Oktober 2016 – Soziale Projekte werden heute immer öfter mit der Frage nach ihrer Wirkung konfrontiert – denn Förderer und Spender wollen wissen, was mit ihrem Geld tatsächlich passiert. Dem Thema „Wirkung & Erfolg: Projekte nachhaltig und wirkungsvoll etablieren“ widmet sich auch der diesjährige Kongress „Kinder.Stiften.Zukunft“, der am 27.10.16 in der Marsstraße stattfindet. Die Münchner Stiftung Gesellschaft macht Schule zeigt dort in einem gemeinsamen Workshop mit der PHINEO gAG, worauf es beim Thema Wirkungsorientierung ankommt. Sie unterstützt derzeit an verschiedenen Münchner Schulen ca. 400 Kinder und Jugendliche in sozialen Risikolagen. Dabei arbeitet sie mit pädagogischen Fachkräften zusammen, die die Kinder sehr regelmäßig  und über mehrere Jahre hinweg begleiten. So lässt sich zu den Kindern eine Vertrauensbasis aufbauen und die Nachhaltigkeit und damit die Wirkung des Angebots sichern.

Nicht nur große Förderer, wie Unternehmen oder die öffentliche Hand, sondern auch Privatpersonen, die soziale Projekte finanziell oder auch anderweitig unterstützen, stellen sich die Frage, in welchem Maße die Initiative, die sie fördern, tatsächlich etwas zum Guten verändert. Doch wie lässt sich die Wirkung von gemeinnützigen Initiativen eigentlich messen? Dr. Sandra Mittag, die Geschäftsführerin der Münchner Stiftung Gesellschaft macht Schule,  kennt sich mit diesem Thema aus: Dass soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Wirkung zeigen kann, hat die Stiftung 2015 bewiesen, als sie für den an der Mittelschule an der Ichostraße in München-Giesing durchgeführten Kurs „Team und Sport“ das PHINEO-Wirkt-Siegel erhielt. PHINEO ist ein unabhängiges Analyse- und Beratungshaus, das gemeinnützige Organisationen auf ihre Wirksamkeit prüft. Am 27.10.16 veranstaltet Dr. Sandra Mittag zusammen mit PHINEO einen Workshop für andere gemeinnützige Initiativen auf dem Kongress „Kinder.Stiften.Zukunft“ (www.kinderstiftenzukunft-muenchen.de).

Respect U – ein Präventionskonzept ergänzend zum Unterricht

Die Projekte „Team & Spiel“ und „Team & Sport“ der Stiftung Gesellschaft macht Schule sind Teil des Präventionskonzepts „respect U“, das altersspezifische Risikobedingungen vermindern und die Schüler bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben unterstützen will. „Ziel ist es, jugendliche Verhaltensstörungen zu minimieren und Schüler ihre Schule auch als einen Ort des freudvollen Miteinanders erleben zu lassen“, sagt Sandra Mittag; solche Verhaltensprobleme sind zum Beispiel Aggression, Delinquenz, Ängste, Depressionen, Hyperaktivität, Drogenabhängigkeit oder Essstörungen. Einen Zusammenhang zwischen Schulfreude, Lernmotivation und Leistungen belegen verschiedene Studien, was die Schüler aus den Kursen bestätigen durch Aussagen wie „Ohne Team & Spiel würde ich nicht so gerne zur Schule gehen“ oder gegenüber einer pädagogischen Fachkraft: „Ich habe die ganze Woche gewartet, bis du wiederkommst!" Auch eine Klassenlehrerin an der Grundschule an der St.-Martin-Straße erzählt: „Team & Sport ist für die Schüler die wichtigste Stunde in der Woche!"

Die Kinder, die Gesellschaft macht Schule erreicht, haben herkunftsbedingt ungleiche Chancen im Bildungssystem. Viele Kinder fühlen sich als „Versager“, weil sie nach der Grundschule meist nicht freiwillig, sondern aufgrund ihres Notendurchschnitts auf die Mittelschule gekommen sind. Vorkommende Problemstellungen können sein: Mobbing einzelner Schüler durch mehrere Schüler innerhalb der Klasse, starke Aggressionen, aber auch die Traurigkeit leiser Kinder, die nicht zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist. „Unsere pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Kinder und Jugendlichen dabei, mögliche Frustrationen zu einem frühen Zeitpunkt auszumachen und Problemlösungsstrategien zu erlernen und umzusetzen. Diese Art der Förderung im Schulumfeld stellt eine an die reelle Lebenssituation angepasste Intervention dar, welche am ehesten Erfolg verspricht“, erklärt die Geschäftsführerin Dr. Sandra Mittag.

Nominierung für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2016  und Spende von Sternekoch aus dem „Perfekten Dinner“

Der Einsatz der Stiftung Gesellschaft macht Schule für mehr Bildungschancen von Schülern, die überwiegend einen Migrations-, teilweise einen Fluchthintergrund haben, erfährt durch die Nominierung für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2016 eine weitere Anerkennung: Noch bis zum 31. Oktober wird der Gewinner im Rahmen eines Online-Voting ermittelt. https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/

Von der Wirkung der Projektarbeit der Stiftung Gesellschaft macht Schule ist auch der Sternekoch Michael Fell überzeugt, der im September im Rahmen der VOX-Koch-Sendung „Das perfekte Dinner - Wer ist der Profi?“ die Hälfte seines Preisgeldes in Höhe von 5.000 Euro der Stiftung spendete. Die Arbeit der Stiftung wird vor allem durch Spenden ermöglicht. 

GO
GmS
Tue Oct 25 01:00:00 CEST 2016

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Ansprechpartner

Dr. Sandra  Mittag
Geschäftsführerin

Tel:  089 - 544 79 685-11