BEZIEHUNGSSTARK IM SCHULALLTAG
GMS-FORTBILDUNGSANGEBOT FÜR ANGEHENDE LEHRKRÄFTE UND PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE
Kinder und Jugendliche bringen heute oft komplexe Belastungen mit in den Schulalltag. Gleichzeitig wächst bei vielen pädagogischen Fachkräften der Bedarf an Unterstützung im Umgang mit herausfordernden Situationen.
Das Deutsche Schulbarometer 2025 zeigt: 43 Prozent der Lehrkräfte sehen ihren größten Fortbildungsbedarf im Umgang mit psychisch belasteten Schülerinnen und Schülern. Gleichzeitig nennen 42 Prozent das Verhalten der Schülerinnen und Schüler als ihre größte berufliche Herausforderung.
Unser Projekt „Beziehungsstark im Schulalltag“ setzt genau da an. Ziel ist es, pädagogische Fachkräfte dabei zu unterstützen, sowohl mit den eigenen Belastungen als auch mit den vielfältigen Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen professionell umzugehen.
Nach dem erfolgreichen Pilot im Schuljahr 2024/25 wurde unser neues externes Fortbildungsangebot im Schuljahr 2025/26 deutlich ausgeweitet. Insgesamt wurden 28 Fortbildungsmodule mit einem Umfang von 117 Stunden umgesetzt. Die Veranstaltungen richteten sich an Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im ersten und zweiten Ausbildungsjahr an Grund- und Mittelschulseminaren in München Stadt und Land und stießen auf durchweg positive Resonanz.
WORUM GEHT’S?
Anders als klassische Fortbildungsformate setzt „Beziehungsstark im Schulalltag“ nicht nur auf theoretischen Input. Im Mittelpunkt stehen Selbsterfahrung, Reflexion, Austausch und die praktische Einübung einer professionellen, emotional stabilen und beziehungsstarken pädagogischen Haltung. Die Teilnehmenden beschäftigen sich im Rahmen von Workshop-Modulen mit der Frage, wie sie auch unter hohen Belastungen im Schulalltag handlungsfähig, gesund und präsent bleiben können.
DIE MODULE:
Die Module wurden GMS-intern von unserer Projektleitung Natalie Ludwig-Stöhr entwickelt und werden auch von ihr persönlich durchgeführt. Sie behandeln unter anderem die Themen Selfempowerment, Resilienz, Co-Regulation, Bindung, Traumasensibilität, Emotionscoaching sowie den konstruktiven Umgang mit Konflikten.
»In den Workshops bekommen Pädagoginnen und Pädagogen praxisnahes Werkzeug an die Hand, um trotz der zunehmenden Herausforderungen an den Schulen weiterhin gesund und zugewandt für die Kinder und Jugendlichen da sein zu können.«
Natalie Ludwig-Stöhr, GMS-Projektleiterin
POSITIVE RESONANZ:
In Seminaren, die mehrere Module durchlaufen hatten, wurde zu Beginn der Folgeveranstaltungen gezielt danach gefragt, welche Inhalte den Teilnehmenden in Erinnerung geblieben waren und welche Impulse sie bereits in ihren Berufsalltag übernommen hatten.
»Die Workshops haben meinen Blick auf Kinder, aber auch auf mich selbst verändert. Ich begegne herausfordernden Situationen heute gelassener. Besonders wertvoll waren für mich die vielen alltagstauglichen Impulse. Die Rituale und Methoden lassen sich sofort umsetzen und helfen mir, sowohl die Kinder als auch meine eigenen Ressourcen besser im Blick zu behalten.«
Seminarteilnehmer, „Beziehungsstark im Schulalltag“
»Aus den Seminaren nehme ich vor allem eine Haltung mit: mehr Neugier, Geduld und Wohlwollen. Das stärkt nicht nur die Kinder, sondern gibt auch mir mehr Sicherheit in meinem pädagogischen Alltag.«
Seminarteilnehmerin, „Beziehungsstark im Schulalltag“
Ausblick 2026/2027:
Aufgrund der positiven Resonanz wird „Beziehungsstark im Schulalltag“ im Schuljahr 2026/27 weiter ausgebaut. Das Fortbildungsangebot umfasst inzwischen zwölf aufeinander aufbauende Module und richtet sich künftig nicht nur an Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter, sondern auch an Schulbegleitungen, Fach- und Förderlehrkräfte, Quereinsteigende sowie weitere pädagogische Fachkräfte. Damit möchte Gesellschaft macht Schule die Fortbildungsreihe schrittweise für alle öffnen, die Kinder und Jugendliche im pädagogischen Alltag begleiten und stärken.
Weitere Informationen unter: Unser Angebot für pädagogische Fachkräfte


